1. Wasser ist das wichtigste Medium für unseren gesamten Stoffwechsel2. Eine chronische Übersäuerung hat heute nahezu jeder Mensch3. Entsäuerung der Zellen für eine gesunde Säure-Basen-Balance4. Wasser trinken ist die Basis bei der Therapie von Übersäuerung5. Je reiner das Wasser umso besser seine Lösungskraft im Organismus
6. Wasser trinken am besten überall in den Alltag integrieren7. Hilfreich: Der „Ratgeber Trinken“ mit Trinkprotokoll
Übersäuerung und zu wenig Wasser trinken hängen zusammen, denn unser Zellstoffwechsel braucht zur Entgiftung und zum Abtransport der Schlacken und Toxine unbedingt reines Wasser. Kaffee, Tee oder Süßgetränke können diese Aufgabe nicht erfüllen. Meine Erfahrung ist: Je übersäuerter ein Mensch ist, umso weniger Durst hat er auf Wasser, wobei er genau dieses bräuchte. In meinem Interview erkläre ich, wie Wassertrinken und Entsäuerung zusammen hängen:
Wasser ist DAS Transportmittel in unserem gesamten Zellstoffwechsel – ohne Wasser geht gar nichts. Es gelangt in alle Bereiche unseres Körpers. Es ist der Hauptakteur des Zellstoffwechsels, bringt die Nährstoffe in die Zellen hinein und transportiert die Stoffwechselendprodukte, also den „Abfall“, aus den Zellen wieder heraus. Besonders in den Zellzwischenräumen, dem sog. Bindegewebe, wo unser Organismus die meisten Schlacken und Toxine zwischenlagert, braucht es viel reines Wasser, um diese weg zu transportieren. Unterstützen wir unseren Stoffwechsel dabei nicht mit einer ausreichenden Menge an Wasser, kommt es immer mehr zur Übersäuerung. Dadurch verliert der Körper nach und nach immer mehr seine Selbstregulationskraft, also die Fähigkeit sich mit Nährstoffen zu versorgen und Schlacken und Schadstoffe auszuleiten, bis hin zur Stoffwechsel-Blockade.
Die moderne Lebensweise mit viel Stress und Hektik, die fehlende Zeit für eine gut gekaute Mahlzeit, die Belastung von Umweltgiften, Elektrosmog, Handystrahlung, sowie oft auch die falsche Ernährung und eben zu wenig Wasser trinken führen bei jedem Menschen heutzutage mehr oder weniger zu Übersäuerung. Aus meiner Praxiserfahrung führen diese 3 – 4 Haupt-Stressfaktoren zum Kippen des gesunden Stoffwechsels bzw. zur Entgleisung des Säure-Basen-Haushalts:
Jede Form der Übersäuerung und Säureblockaden bedeutet für den Körper Stress, wodurch er wiederum Säuren bildet. Ein regelrechter Teufelskreis. Übersäuerung beginnt bei den meisten Menschen mit leichten Rückenbeschwerden oder Morgensteifigkeit, wird aber oft gar nicht damit in den Zusammenhang gebracht. In der Folge kommt es dann zu weiteren Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten.
Wird eine Übersäuerung festgestellt (dazu gibt es den Urin-Test – siehe unten) sollte so bald als möglich die Entsäuerung beginnen und zwar extrazellulär (in den Zellzwischenräumen/ Interstitium/ interzellulärer Raum). Die wichtigsten Maßnahmen sind Basenbäder, die Einnahme von Basenmitteln, die typengerechte Ernährung je nach Stoffwechsel-Typ (siehe Broschüre unten), ausreichend Bewegung mit Schwitzen, gute Atmung und Schlafoptimierung und last but not least das Wassertrinken. Wenn es um das Thema Entsäuern geht, ist es entscheidend, dass es die Mittel schaffen, Säurekristalle oder Säure-Eiweißverbindungen im Bindegewebe (Zellzwischenraum) wirklich zu lösen und „auszutreiben“. Dies sieht man am zunehmend saureren pH-Wert im Morgenurin in den ersten Wochen. Daher empfehle ich die Einnahme von Mikronährstoffen, Basenpulver und Enzyme. Für alle Mittel zur Entsäuerung aber gilt die Erfahrung, dass ihre Wirkungen verbessert oder sogar erst ermöglicht werden durch ausreichendes Trinken eines guten stillen lebendigen Wassers.
In der Therapie einer hochgradigen Übersäuerung ist Wasser schlichtweg die Grundbasis, um die Schlacken und damit die Säuren im Zellverband zu lösen und anschließend abzutransportieren. Wasser ist wie gesagt das Transportmittel und auch das Lösungsmittel im Organismus. In meiner Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass Patienten plötzlich mehr Wasser trinken, wenn sie sich ein Wasser aussuchen, welches ihnen schmeckt. Dazu gibt es den Sensorik-Test, einen vergleichenden Geschmackstest ähnlich einer Weinprobe. Durch Schmecken und Fühlen unterschiedlicher Wässer findet sich das individuell passende. Dieses lässt sich auch am leichtesten trinken.
In meiner Praxis hat sich gezeigt, dass auch die Wasserqualität eine Rolle spielt: je reiner und lebendiger das Wasser ist, umso stärker seine Lösungskraft. Ich empfehle daher bei Übersäuerung gutes stilles Quell- und Mineralwasser aus Glasflaschen, das möglichst noch seine ursprüngliche Quellsignatur besitzt. Leitungswasser ist bei einem ohnehin schon belasteten Organismus nicht optimal, denn mittlerweile ist nicht mehr jedes Leitungswasser frei von Belastungen..
Die üblich empfohlene Trinkmenge von 2 -3 Litern Wasser je nach Gewicht kann ich als Richtwert bestätigen. Viele Menschen sagen sie schaffen es nicht so viel Wasser zu trinken, daher baue ich bei dem Thema auch keinen Druck auf, sondern empfehle erst einmal mit einem halben Liter zimmerwarmen Wasser am Morgen nüchtern zu beginnen. Wir kurbeln damit unseren Stoffwechsel an und helfen bei der Ausscheidung der in der Nacht aufgelaufenen Giftflut. Außerdem füllen wir unseren Wasserhaushalt, der durch Schwitzen in der Nacht abnimmt, wieder auf. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich dadurch auch das Durstgefühl verändert. Trinken wir mehr Wasser, signalisiert uns der Körper „ich brauche mehr davon“. Auch berichten meine Patienten davon, dass sie mehr trinken, seitdem sie ihr Lieblingswasser gefunden haben. Wichtig ist nur, dass wir nicht zum Essen trinken, um die für die Verdauung so wichtigen Enzyme nicht zu verdünnen. Am besten 10 min vor dem Essen noch ein Glas trinken und dann 30-45 min nach dem Essen erst wieder damit beginnen.
Im „Ratgeber trinken“ der St. Leonhards Akademie findet man auch viele Praxis-Tipps rund um das gesunde Wasser Trinken. Besonders hilfreich finde ich das sog. „Trink-Protokoll“ zum Ausdrucken, womit man leicht einen Überblick über die tägliche Wasser-Trinkmenge bekommt. Insgesamt kann ich als Stoffwechsel-Experte nur noch einmal betonen, dass Wasser – reines Wasser – an allen Stoffwechselprozessen im gesamten Organismus und Zellverband unmittelbar beteiligt ist. Daher können wir uns – nicht nur, aber gerade und auch – bei Übersäuerung durch ausreichendes bzw. vermehrtes Trinken eines guten, reinen Wassers selber aktiv helfen, wieder in eine gesunde Säure-Basen-Balance zu kommen.
Hier lesen Sie einen weiteren Artikel von HP Bernhard Röhrl über die „Gesunde Säure-Basen-Balance“:Weitere Artikel zu diesem ThemaHier finden Sie eine Anleitung, wie Sie ihren eigenen Übersäuerungs-Status messen können:Zur Broschüre Weitere Videos über Wasser in der Medizin finden Sie in unserem Youtube-Kanal:Zu unserem YouTube-Kanal
Medizinischer Disclaimer:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet. Alle hier zusammen gestellten Informationen stellen keinen Ersatz für eine professionelle ärztliche bzw. therapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Alle Informationen dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Die Inhalte stellen keine Empfehlung von Behandlungen oder Naturheilmitteln dar. Wir empfehlen die Informationen von einem Arzt überprüfen zu lassen. Auch wenn die Inhalte mit großer Sorgfalt erstellt wurden, übernehmen wir keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben.
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