Kommunikationswissenschaftlerin Leiterin der St. Leonhards Akademie Gesundheits-, Umwelt-Journalistin Expertin für Berufungsberatung

Gesunde Ernährung und Stärkung des Immunsystems gehören zusammen

Die überwiegend pflanzliche Küche ist gesund und stärkt unsere Abwehrkräfte, das weiß eigentlich jeder und beachtet es dennoch meist zu wenig. Doch es kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Es ist wichtig dabei auf Bio-Qualität zu achten, damit wir möglichst wenig Schadstoffe aufnehmen, die unsere Leber und damit unser Immunsystem wiederum schwächen würden. Darüber berichtete am 10. November PRO7 in „JENKE – Dass Food Experiment:  Was essen wir wirklich?“ Nicht nur sein Fazit: „Wer viel biologisch angebautes Gemüse und natürliche Vitaminbomben in seinen Speiseplan einbaut, der stärkt mit dieser Ernährung die körpereigenen Abwehrkräfte. Ernährungs-Experte Werner Langbauer, der die Langlebenskulturen studiert hat und deren Erkenntnisse in ein gesundes Ernährungskonzept übertragen hat, erklärt die Zusammenhänge wie folgt:

Die gesunde Küche der Langlebenskulturen

Schaut man sich die Langlebenskulturen an, z.B. Okinawa (Japan), Sardinien (Italien) oder Ikaria (Griechenland) und analysiert die Lebensgewohnheiten dieser Menschen, die auch im hohen Alter noch gesund und vital sind, dann spielt eine ausgewogene, überwiegend vegetarische Ernährung dort eine Schlüsselrolle. In den sog. „Blue Zones“, den Gegenden weltweit, in denen die dortigen Bewohner besonders alt werden, gibt es bei den Ernährungsgewohnheiten einen gemeinsamen Nenner: der große Anteil naturbelassener, pflanzlicher Ernährung. Die Folge dieser meist lebenslangen gesunden Ernährung sind deutlich seltener auftretende Krankheiten wie Diabetes, Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine höhere Lebensqualität. Die Nahrung kommt vornehmlich direkt aus der dortigen Region saisonal frisch vom Acker auf den Teller, gegessen werden also hauptsächlich Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, die in der unmittelbaren Umgebung angebaut werden. Frisch zubereitete Lebensmittel haben bekanntermaßen viele Bio-Aktivstoffe und Vitamine – hingegen findet man in diesen Kulturen kaum stark verarbeitete, künstliche oder von weit her importierte Lebensmittel. Gewürzt wird in den Bluezones viel mit frischen Kräutern und durch die vollmundigen Aromen kann in der Langlebensküche auf künstliche Geschmacksverstärker, wie zu viel Salz oder Zucker verzichtet werden. Die Gesundheit dankt´s.

Wertvolle pflanzliche Immunbooster

Pflanzliche Lebensmittel, die besonders stärkend für unser Immunsystem sind, enthalten entsprechend viele Vitamine. Dazu gehören bei uns jetzt im Winter vor allem die Möhren, mit einen hohen Vitamin-A-Gehalt, welches am Aufbau unserer Schleimhäute beteiligt ist, die wiederum die erste Barriere der Abwehr von Krankheitserregern sind. Auch Kohlgemüse mit besonders viel natürlichem Vitamin C und Vitamin E sind das perfekte regionale und saisonale Wintergemüse. Bereits mit 200 Gramm als Gemüsebeilage – am besten nur leicht gedünstet oder in einem Eintopf mitgekocht – erhält man die empfohlene Tagesdosis an den beiden essentiellen Vitaminen und sogar besser bioverfügbar, als in Nahrungsergänzungsmitteln. Traditionell wurde früher im Winter auch viel Sauerkraut gegessen und das nicht nur weil es haltbar gemacht werden konnte. Durch die Fermentierung des Weißkohls mit Hilfe von probiotischen Milchsäurebakterien beinhaltet Sauerkraut sehr wertvolle Enzyme und Probiotika für unseren Darm, der größte und wichtigste Teil der Immunabwehr in unserem Körper. Fermentierte Lebensmittel sind ein Schlüssel-Ernährungs-Baustein der Langlebensküche, weiß Werner Langbauer: „Auch in Tofu und den Enzymwürzmitteln wie Sojasauce, Miso und dem japanischen Ume sind die nützlichen probiotischen Bakterien enthalten, weswegen ich in meinen Kochkursen unbedingt empfehle, Enzymwürzmittel anstatt Salz zu  verwenden“. Pflanzliche Würzmittel und Kräuter sind daher eine weitere wesentliche Säule der gesunden pflanzenbasierten Langlebensküche. Dazu gehören z.B. Ingwer und Knoblauch wie auch allerlei Wildkräuter, Zutaten, die vor 1.000 Jahren auch schon Hildegard von Bingen als gesunde Beigabe in die Kochtöpfe empfahl.

Aroniabeeren: Immunstärkende Gesundheitsbeeren

Zu den Powerkraftwerken der Natur gehört auch die Aroniabeere, welche besonders viel Vitamin A, B2, K und C enthält und einen hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden und Pflanzenfarbstoffen hat. Diese sind für ihre antioxidative Wirkung bekannt, d.h. sie schützen unseren Körper vor zu vielen freien Radikalen, sind darüber hinaus auch entzündungshemmend und stärken unser Immunsystem. In ausreichender Menge zu uns genommen können sie helfen die Infektanfälligkeit unseres Körpers zu senken, denn die Powerbeere wirkt als wahres Pflanzenkraftwerk besonders immunstimulierend. Auch hier sollte man darauf achten, dass Extrakte oder Säfte aus Beeren wie Sanddorn, Hagebutte oder Aronia aus Anbaugebieten im eigenen Land kommen, wo die Anbaumethoden transparent sind und man sich sicher sein kann, keinen Spritzmittel-Cocktail zu trinken.

Als Basis genügend stilles Wasser trinken

Eine grundlegende Basis zur Immunstärkung ist es auch genügend zu trinken und zwar am besten reines, besonders zellgängiges Wasser. Quellwasser z.B. wird von unseren Zellen gut aufgenommen und kann dort seine lebenswichtigen Aufgaben für einen gesunden Stoffwechsel erfüllen. Dazu gehört auch der Abtransport von Viren und Krankheitserregern und zuvor am besten die erfolgreiche Abwehr von Krankheitserregern an unseren Schleimhautbarrieren in Nase, Rachen und Bronchien, Haut und Darm. Besonders im Winter trocknen unsere Schleimhäute schnell aus und sollten daher durch einen ausreichenden Wasservorrat im Körper gut von Innen befeuchtet werden. Da unser Organismus nicht selbst Wasser herstellen kann, müssen wir über den Tag verteilt regelmäßig Wasser zuführen. Die Heilpraktikerin Sabine Mühlbauer empfiehlt stündlich ein kleines Glas gutes Quellwasser zu trinken und sich z.B. mit einem Trinkreminder daran erinnern zu lassen oder sich morgens bereits die tägliche Trinkmenge bereit in Sichtweite aufzustellen. In „STERN NACHGEFRAGT Heilen mit Wasser“ gibt die Heilpraktikerin Elke Maria Freier dazu in eine gute, erläuternde Zusammenfassung. In ihrem Podcast erklärt sie, warum ohne Wasser im Körper nichts läuft und warum wir Wassertrinken für unsere Gesundheit brauchen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir vieles selbst in der Hand haben, was unsere Gesundheit betrifft: Eine gesunde Ernährung, natürliche Vitalstoffe aus biologisch angebautem Gemüse, Obst und Früchten sowie reines, stilles Wasser sind jedenfalls – neben ausreichender Bewegung und Entspannung sowie einem positivem Mindset – eine zentrale Basis der Prävention und Gesundheitsstärkung wie auch der Immunstärkung.

Hier finden Sie einen weiteren Artikel von Werner Langbauer:


„Ernährung nach den Langlebenskulturen“ 


Hier finden Sie einen weiteren Artikel von Ursula Maria Lang:


Stärkung unseres Immunsystems


Videos und Interviews von Fachexperten zu „Gesundheit mit Wasser“ findest Du hier:


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