Kommunikationswissenschaftlerin Leiterin der St. Leonhards Akademie, Expertin für Berufungsberatung

Als studierte Geografin und freie Journalistin für Umwelt- und Gesundheitsthemen, stehen Themen wie ökologische Landwirtschaft und Nachhaltigkeit schon seit 35 Jahren auf meiner Tagesordnung. Doch nie hatten sie diese zunehmende Aktualität und Brisanz wie heute. Nachhaltigkeit ist laut Wikipedia „ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung … bei dem Konsum bzw. „Bedürfnisbefriedigung … die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit … von Lebewesen und Ökosystemen … gewährleistet“. Mit anderen Worten heißt das, dass wir unsere Natur achten und mit Respekt vor dem Leben behandeln sollen. In Zeiten der Klimakrise und weltweiter Umweltkatastrophen wird der Begriff Nachhaltigkeit inzwischen fast inflationär verwendet. So häufig, dass Regisseur Werner Boote und Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann dazu 2018 den Film „Grüne Lügen“ produzierten als das „Unwort des Jahres“ bezeichneten. Die St. Leonhards Akademie hat„Nachhaltigkeit“ in ihrer Satzung stehen. Für die Inhaberfamilie bedeutet das, die Natur zu schützen, die uns alle Lebensgrundlagen gibt. Sie zu lieben und unseren Kindern die Wertschätzung für die Natur und unsere Tiere zu vermitteln. Die St. Leonhards Akademie steht für die Förderung des Naturschutzes, des Tierwohls, des Verbraucherschutzes und der öffentlichen Gesundheitspflege. Im Zentrum des gemeinnützigen Engagements stehen Information und Wissensvermittlung über nachhaltige und gesundheitsfördernde Lebensweisen und Lebensverhältnisse. Die ökologische Landwirtschaft ist bei St. Leonhards seit Jahrzehnten, auch vor Greenwashing, ein Vorbild der Nachhaltigkeit. Das Unternehmen steht seit 25 Jahren für sozialökologisches und nachhaltiges Wirtschaften. 


Ökolandwirtschaft und Tierwohl sind eins

Auf dem St. Leonhards Hof im Chiemgau ist der Respekt vor der Natur und die Liebe zu den Tieren Teil ihrer Lebensphilosophie. Hier wachsen die Fohlen in Herdenverbänden zusammen mit ihren Müttern auf. Sie haben nicht nur große Wiesen und Weiden mit gesundem, biologischem Futter, sondern so auch ein ursprüngliches Leben, wo sie solange und so viel säugen können, wie es die Natur vorgegeben hat. Nur die übrig gebliebene Milch wird von den Biobauern gemolken und in der Naturkäserei St. Georg zusammen mit hochwertiger Bio-Ziegenmilch zu gesunden Lebensmitteln verarbeitet. Die Winterfütterung der Tiere ist mit gehaltvollem Bio-Heu, welches noch viele wertvolle Wildkräuter und Wiesenblumen enthält. Denn die Wiesen werden nur zwei Mal im Jahr gemäht, damit die Pflanzen blühen und wieder aussäen können und damit Insekten genügend Nahrung finden. In dem 10/2020  erschienenen Artikel „Heilsames Wasser und gesunder Boden“ beschreibt die Autorin Andrea Kreisel, wie und warum St. Leonhards sich dafür engagiert, nachkommenden Generationen eine gesunde Natur zu hinterlassen. Das echte Engagement überzeugt mich seit 2002, als ich den Firmengründer Johann Abfalter kennenlernte. 


Engagement für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

St. Leonhards gehört auch zu den Gründungsmitgliedern des Bündnisses für eine enkeltaugliche Landwirtschaft. Diese Initiative aus Biobauern und Bioherstellern engagieret sich gemeinsam für gesunde Lebensmittel und eine nachhaltige Landwirtschaft. Im Fokus des Engagements steht eine enkeltauglichen Landwirtschaft, die dem Klimawandel gerecht wird und auch zukünftigen Genrationen ein gesundes Leben auf unserem Planeten ermöglicht. Ein Bündnis für Artenvielfalt, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, das St. Leonhards aus Überzeugung unterstützt. In einem Interview „Gemeinsam für ökologische Landwirtschaft“ aus dem Jahr 2020 erklärt die Geschäftsführerin des Bündnisses, Johanna Bär, den Sinn und Zweck der gemeinsamen Öko-Initiative sehr emotional: „Was werde ich antworten, wenn mich einst meine Enkelinnen und Enkel danach fragen, was ich getan habe, um die Übernutzung der Erde, das Aussterben der Arten, die Verseuchung der Gewässer, die Verschmutzung der Ozeane, die Überhitzung der Atmosphäre etc. zu beenden? Was für eine Natur wollen und vor allem werden wir unseren Kindern und Enkeln hinterlassen?“

Ökologische Landwirtschaft heißt effektiver Umweltschutz 

Und bringt damit das Anliegen und die globale Dimension zum Ausdruck. Heute 2021 haben wir keine Ausreden mehr. Wir wissen mehr als genug, haben unzählige Studien und Forschungsergebnisse, was die konventionelle Landwirtschaft mit unseren Böden, unserer Luft und damit auch mit unserer Gesundheit macht. Die Massentierhaltung ist maßgeblich verantwortlich für den Treibhauseffekt, die Wasserverschmutzung und gesundheitliche Risiken. Von dem grauenhaften Tierleid ganz zu schweigen. Die Gentechnik greift in unser Leben und unsere Gesundheit irreversibel ein. In einem Interview 2020 erklärt Gottfried May-Stürmer, Sprecher des Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Regionalleiter des BUND Baden-Württemberg, über dieGefahren und Folgen der neuen Gentechnik CRISPR für unser gesamtes Ökosystem. Auch die Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft weist auf diese Gefahren hin und machte 2020 mit seiner Kampagne „Ackergifte? Nein Danke!“ eine große Öffentlichkeit auf die Missstände in der konventionellen Landwirtschaft aufmerksam. Die Lösungen sind seit Jahrzehnten vorhanden, erprobt, bewährt: der ökologische Landbau, der gesunde Produkte erzeugt und eine gesunde, intakte Natur hinterlässt, ja sogar erschafft. In dem 2014 erschienenen Dokumentarfilm „Der Bauer und sein Prinz“ portraitiert Bertram Verhaag den ökologischen Landbau in den Liegenschaften des englischen Thronfolgers Prinz Charles. Eindrücklich wird gezeigt, wie ökologische wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen und sich dadurch vermehrende nützliche Insekten den Pestizideinsatz ersetzen.


Ökologische Landwirtschaft heißt Zukunft für nachkommende Generationen

Bei einer Bevölkerungszahl von inzwischen fast 8 Milliarden Menschen ist der Schutz unserer Natur, unserer Ressourcen wichtiger, ja existenzieller denn je. Ökologischer Landbau schützt unsere Böden, fördert das so wichtige Bodenleben, ohne die wir keinen Humusaufbau mehr haben, fördert die Fruchtbarkeit des Bodens auf natürliche Weise. In künstlich gedüngten Böden hingegen haben wir einen enormen und für unser Fortbestehen als Menschheit gefährlichen Humusschwund. Ökologischer Landbau schützt unsere Grundwasser-Reserven. Die jetzigen Grundwasservorkommen sind teils mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte alt – Zeiten in denen keine oder kaum Pestizide und/oder Kunstdünger gab. Nachfolgende Generationen werden sich mit Giften im Trinkwasser herumschlagen müssen, die wir uns kaum vorstellen können. Durch natürliche Düngung und aktives Bodenleben bleiben die Nährstoffe im Boden und Wurzelbereich und sickern erst gar nicht ins Grundwasser. Ökologischer Landbau sorgt auch für die so wichtige Bepflanzung der Ackerränder und Wiederaufforstung zwischen den Feldern und Wiesen. Jeder gepflanzte Baum ist immanent wichtiger Klimaschutz, jede Ackerhecke zusätzlich unverzichtbarer Lebensraum für die natürliche Bioversität von Pflanzen und Tieren und darüber hinaus Schutz vor Abtragung von wertvollem Humus durch Ausblasung ungebremster Winde. Ökologischer Landbau ist also ressourcenschonend, ja ressourcenbauend und damit ein Vorbild für Nachhaltigkeit. Die Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegung (IFOAM) fasst es so zusammen: Der ökologische Landbau vereint unter anderem das Prinzip der Gesundheit, das Prinzip der Ökologie und das Prinzip der Gerechtigkeit.

Aktiv Mitmachen: Nachhaltig leben und ökologisch einkaufen

Diese Werte sollten für jeden Menschen eine Maxime sein. Denn heute kommt es mehr denn je auf jeden Einzelnen an, das ökologische Gleichgewicht auf unserem Planeten zu erhalten, die Klimaerwärmung zu stoppen und für unsere Gesundheit eine gesunde Lebensbasis zu schaffen. Daher heißt die Devise: „Nachhaltig leben“ wo immer es geht. Im Zentrum steht bewusster Konsum: Wer beim Einkaufen darauf achtet, woher ein Produkt kommt und wie es produziert wird, der kann Tierwohl, Umweltschutz und Gesundheit vereinen. Auch die Überlegung, qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, die eine höhere biologische Wertigkeit haben und unserer Gesundheit zuträglicher sind, gehört dazu. Ganz oben auf der Liste der Nachhaltigkeit steht weniger tierische Produkte essen und in biologischer Qualität erzeugte Produkte zu bevorzugen. So kann jeder aktiv mitmachen und dazu beitragen, dass unser Lebenswandel nicht zu Lasten der nachkommenden Generationen geschieht, sondern wir als kollektiv nachhaltige Gesellschaft uns mitverantwortlich fühlen, Naturschutz in höchster Priorität zu behandeln. Wir haben nur die eine Erde.


Hier finden Sie die Werte von St. Leonhards, für die wir stehen: 


Zu den Werten

Weitere Informationen zum Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft:


Bündnis enkeltaugliche Landwirtschaft


Medizinischer Disclaimer:
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