SOS Wassernotstand – Dein Urin zeigt Deinen Status

Wie merken wir, dass wir zu wenig trinken?

Mit einem Urintest bekommen wir wertvolle Hinweise auf unseren Gesundheitszustand. Um zu prüfen, ob wir genug trinken, sollten wir täglich selber einen Blick auf unsere Ausscheidungen werfen. Am einfachsten zeigt uns das die Farbe des Urins.  

Je heller desto besser

Unser Urin ist ein guter Indikator, ob wir genug trinken. Idealerweise sollte er hell und nahezu geruchsneutral sein. Ausnahmen können bestimmte Lebensmittel auslösen, z.B. Nahrungsergänzungen und Medikamente, die den Harn verfärben: Karotten, Beeren, Rote Bete oder Getränke wie Rotwein können kurzfristige Färbungen verursachen. B-Vitamine können in höherer Dosierung gelb/orange/rote Färbungen hinterlassen. Eisentabletten färben Harn rotbraun bis schwarz. Ist unser Urin hell und klar, können wir erkennen, dass wir genug getrunken haben. Je dunkler er ist, von o.g. Ausnahmen abgesehen, um so dehydrierter sind wir, umso mehr Wasser fehlt uns in unserer Wasserbilanz. Trockene Schleimhäute, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Konzentrationsprobleme und dergleichen sind übrigens erste Warnzeichen für eine Dehydrierung.

Wieviel sollten wir trinken?

Jeder Mensch ist anders – aber eine Faustregel für gesunde Menschen ist:
35 – 40 ml pro kg Körpergewicht. 

Im Zweifel sollte man die Trinkmenge mit seinem Arzt oder Heilpraktiker abklären. 
Denn die Trinkmenge wird dabei von einigen Faktoren beeinflusst: 
Wenn man viel Sport treibt, viel schwitzt oder sich anderweitig körperlich betätigt, benötigt man mehr Flüssigkeit.  
Auch bei trockener Heizungsluft, Hitze, Krankheit/Fieber, Stress, geistiger Arbeit sowie in der Stillzeit sollte man mehr trinken. 

Warum Kaffee, Bier und Limo unsere Körperwasser-Bilanz verschlechtern

Sowohl Kaffee, als auch Bier und auch zuckerhaltige Getränke, wie Limonaden oder Cola, sorgen über verschiedene Mechanismen dafür, dass die Wasserbilanz des Körpers in Schieflage gerät. Scheidet man mehr Flüssigkeit aus, wird dem Gehirn Wassermangel angezeigt, der Durst wird angekurbelt. Jetzt gilt es, die Wasser-Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen – und zwar mit reinem, idealerweise noch lebendigem Wasser.  

Gegen eine Tasse Kaffee oder (schwarzen/grünen) Tee ist nichts einzuwenden – solange man mindestens die gleiche Menge – besser doppelt so viel – reines Wassers nachtrinkt. Viele Menschen wissen nicht, dass Koffein, genauso wie Alkohol und Zucker, ein Zellgift darstellt, das die Leber aufwändig eliminieren muss. 

Gesundes Wasser trinken für unsere Gesundheit

Einen fundierten Artikel über mangelndes bzw. ausreichendes Wassertrinken, die Qualität des Wasser und die Auswirkungen für unsere Gesundheit hat der Urologe Dr. med. Michael Zellner in seinem Artikel in der CO.med, dem Fachmagazin für Komplementärmedizin und Erfahrungsheilkunde geschrieben.

Medizinische Fachkreise können den kompletten Fachartikel von Dr. med Michael Zellner „Gesundes Wasser – Bedeutung für Gesundheit und Medizin“  im St. Leonhards Fachportal für Therapeuten lesen.