Wasser ist Leben

Wasser ist sowohl auf der Erde und im Universum allgegenwärtig. Seit Urzeiten ist Wasser die Grundlage aller Zivilisation und das primäre Versorgungsmittel. Wasser wurde in frühen Kulturen als heilig angesehen. Es sichert den Fortbestand der belebten Natur und der menschlichen Zivilisation.

Wasser bedeckt 70 % der Erdoberfläche und färbt den „Blauen Planeten“. Wasser füllt mehr als 70 % unseres Körpers. Alle Zellen brauchen Wasser. Es ist Transportmittel, Informationsträger, Stoffwechselakteur und Energielieferant und ohne Wasser gibt es kein Überleben. Der Stoff hat also existentielle Bedeutung für uns alle. Wasser innen hält uns lebendig und Wasser außen belebt und trägt uns. Wasser nährt die Erde und die Körper, es schenkt Ernten und begründet Wachstum. Wasser kommt flüssig, fest und gasförmig vor. Und jetzt beschreiben Forscher noch einen vierten Aggregatzustand: Wasser weist in lebenden Zellen eine Form höher Ordnung aus, die Struktur bildend ist!

.

Wasser ist Energie

Wasser diente seit den frühesten Beginnen des Menschen als Versorgungsmittel, Transportmittel und Antriebsmittel.

Wasser kann mit zweierlei Ansätzen mit Energie in einen Zusammenhang gebracht werden:

Genutzt wird die kinetische Energie des Wassers, wenn dieses in Bewegung geraten ist. Wasser wird seit Jahrhunderten in allen Kulturen von Menschen genutzt, um Mechaniken anzutreiben, wie es zum Beispiel beim Wasserrad der Fall, das auch als Mühlrad bekannt ist. Diese Erfindung, die Kraft des Wassers zu nutzen, ist bereits seit dem 3. Jhd. aus Griechenland bekannt. Zunächst nur in  Mühlen genutzt, entwickelten sich bereits früh daraus unterschiedliche Anwendungen sowohl zum Mahlen, Sägen, Hämmern, Schleifen oder für die Papieraufbereitung genutzt. Mit der Erfindung der Wasserturbinen wurde es möglich das Wasser im Gefälle für die Gewinnung von elektrischer Energie zu verwenden.

Wasser kann Energie in Form von Wärme speichern, solange es sich in einem Temperaturbereich zwischen 0 C° bis 100 C° befindet. 0 C° stellt sozusagen den tiefsten möglichen energetischen Zustand des Wassers dar. In diesem Zustand verändert Wasser schlagartig seine Dichte von bei 0 C° und D (kg/m3) 999,84 auf bei 0 C° und D (kg/m3) 918, wobei es seine flüssige Eigenschaft verliert und zu Eis wird.

100 C° stellt den maximalen energetischen Zustand des flüssigen Wassers dar. In diesem Zustand verändert Wasser wiederum schlagartig seine Dichte von bei 100 C° und D (kg/m3) 958,35 auf bei 100 C° und D (kg/m3) 0,59, wobei es seine flüssige Eigenschaft verliert und verdampft (man könnte auch sagen zu Gas wird), so dass es in diesem Zustand keine Dichte aufweist sondern in Druck gemessen wird. So weist verdampftes Wasser in einem erhitzten Zusatz von 100 C° einen Druck von 1013 mbar auf.

Die Eigenschaft des Wassers, dass es zum Beispiel Wärmeenergie aus der Abstrahlung der Sonne speichern kann und diese relativ langsam wieder abgibt, wird in modernen Technologie genutzt um mit Geringdruck Turbinen (Low pressure turbines) elektrische Energie zu erzeugen.

.

Wasser ist Klima

Der gesamte Lebensraum des Menschen ist mit Wasser erfüllt. Es nimmt die Energie der Sonne als Wärme in sich auf und legt dadurch die atmosphärischen Bedingungen der irdischen Lebensräume fest.

Die Fähigkeit des Wassers Energie als Wärme zu speichern ist eine der Hauptursachen, die zu dem führen, was vom Menschen als Klima bezeichnet wird. Tatsächlich ist das vom Menschen erfahrbare Klima in erster Linie der Existenz von Wasser zu verdanken. „Ständig verdunstet Wasser, hauptsächlich an den Ober­flächen der Meere, steigt als Wasserdampf in Höhen bis zu mehreren Kilometern auf, kondensiert dort zum Wasser der Wolken und regnet wieder ab. Etwa 20 Pro­zent davon regnet über den Landflächen der Erde ab, von wo es im Mittel aus knapp einem Kilometer Höhe in Bächen, Flüßen wieder zu den Meeren abläuft.“[1] Sowohl Wolken, Regen, Dünste, Wirbelstürme sind im Grunde ein Ausdruck des Wassers in der Atmosphäre und seines energetischen Zustandes. Seenlandschaften sind oftmals bekannt für ihr, gegenüber ihrer weiteren Umgebung deutlich wärmeren Mikroklima, das sie der im Wassers als Wärme gespeicherten Sonnenenergie verdanken. Das Fehlen von Wasser führt zu einem Rückzug der Vegetation, so dass die Landschaft lebenswidrige Eigenschaften entwickelt. Ein Zuviel an Wasser ohne Wärme führt dagegen in die Kälte und zu einer stark reduzierten oberirdischen Vegetation.

http://www.weltderphysik.de/index.php?id=149

.

Wasser ist Lebensraum

Wasser ist nicht nur ein Versorgungsmittel sondern auch ein sich geschlossener Lebensraum.

Nur 29% auf der Erdoberfläche besteht aus Landflächen, wohingegen 71% der Erde von Wasser bedeckt ist. Wasser auf der Erde sowohl in der Luft als Wasserdampf und im Boden in verschiedenen Bodenschichten als Grundwasser und Schichtenwasser vorhanden.

Insgesamt beträgt die auf der Erde vorhandene Wassermenge ungefähr 1,386 Milliarden km3. Jeden Tag verdampft ca. 18 mal der gesamte Bodensee in die Atmosphäre, wovon ca. 90% sich als Regen in die Meere ergießen. Somit beherbergt die Erde zwei unterschiedliche von Wasser gestaltete Lebensräume:
Der überirdische Lebensraum, der in dessen Atmosphäre 12.900 kmWasser in einem gasförmigen, als Wasserdampf bezeichneten Zustand, vorkommen.

Der sich im Wasser selbst gebildete marine Lebensraum, der bis heute nur zu 5 Prozent seiner gesamtmenge erforscht ist und eine vielfältige Fauna und Flora aufweist, an der sich der Mensch durch industriellen Fischfang bisher ungebremst bedient hat.

Tatsächlich befindet sich etwa 97,14% der auf der Erde vorhandenen Wassermenge in den Weltmeeren, und von dieser Wassermasse befinden sich nur 2% in einem gefrorenem Zustand. Das Wasser der Weltmeere ist salzig und kann daher nur dem Menschen als Habitat für Nahrung, nicht aber als Quelle von frischem Trinkwasser dienen. Das Leben der gesamten oberirdische Flora und Fauna ist bis auf einige wenige Spezialisierungen einiger Spezies von Süßwasser abhängig. Doch nur etwa 2,59% des auf der Erde vorkommenden Wassers ist Süßwasser. Es ist das Wasser der Gletscher und polaren Eisflächen (2%), des Grundwassers (0,592%) oder des Wassers in Bächen, Flüssen und Seen (0,014%). Man geht davon aus, dass nur 1% der gesamten Wasser menge auf dem Planet Erde als Trinkwasser verwendet werden kann.

.

Wasser ist Nahrungs- und Genussmittel

Trinken um zu überleben ist ein nicht zu leugnendes Muss aller lebenden Wesen auf dem Planeten Erde und bestimmt durch seine physiologischen Voraussetzungen und Notwendigkeiten.

Mit seiner Geburt besteht der Körper des Menschen zu ungefähr 97% aus Wasser. Dieser Anteil senkt sich bis zum Erwachsensein auf nur noch auf 70% ab. Auf diese Weise stellt sich der Mensch als ein reines Wasserwesen dar. Der durchschnittliche erwachsene menschliche Körper enthält etwa 43 Liter Wasser. Sein Gehirn setzt sich zu 90%, seine Muskeln zu 75%, seine Leber zu 69% und auch seine Knochen bestehen zu 22% aus Wasser. Die im Menschen vorherrschende Versorgung mit Sauerstoff beruht ebenso auf Wasser, weil das menschliche Blut zu 98% aus Wasser besteht. Deshalb gilt, dass die richtige Art des zugeführten Wassers für eine optimale Blutzirkulation entscheidend ist, damit die Stoffwechselprodukte der Zellen entsorgt und neue Nährstoffe zugeführt werden können. Pro Jahr trinkt ein Mensch ungefähr das Fünffache seines eigenen Körpergewichts an Wasser. Während eines Lebens mit durchschnittlicher Lebenserwartung trinkt ein Mensch etwa 25000 bis 30000 Liter Wasser. Das tut ehr um nicht zu dehydrieren, denn er kann in der Regel nicht mehr als drei Tage ohne Wasser auskommen. Ein Wasserverlust von 10% erzeugt bei ihm schwere Mangelerscheinungen. Ein Wasserverlust von über 20% kann bereits zum Tod führen. Deshalb ist Wasser ein unverzichtbares Nahrungs- und Genussmittel.

.

Wasser ist Heilmittel

Trinken um die gesundheitlichen Bedingungen zu verbessern ist eine Idee, die den Menschen schon immer begleitete.

Die Gesundheit des Menschen hängt deshalb unmittelbar von der Qualität des Nahrungs- und Genussmittel Wasser ab. Er kann es nicht vermeiden es in sich aufzunehmen. Deshalb ist es wichtig welche Stoffe, selbst in geringsten Mengen, das Wasser in sich birgt.

Der Mensch und alle anderen Landtiere auch, trinken in erster Linie Wasser, um zu überleben. Die Reinheit oder die Zusammensetzung der mineralischen Inhaltsstoffe des Wassers beeinflusst den Gesundheitszustand des Menschen direkt.  Wenn man den Menschen mit all seinen Organen als ein Filtersystem von Wasser ansehen würde, dann sammelt er zwangsläufig das in sich an, was das Wasser mit sich selbst in ihn hineinbringt. Sollte er kontaminiertes und verschmutztes Wasser aus Gründen des reinen Überlebenswillens trinken müssen, werden die darin befindlichen Substanzen mit Sicherheit, je nach ihrer Toxizität früher oder später zu Vergiftungs- oder anderen Krankheitssymptomen führen. Das Wasser enthält demnach eine pathogenetische Signatur an Inhaltsstoffen, wobei der schädliche Anteil bezogen auf  seine Menge und auch ihrer gegenseitigen Relation bemessen wird. Genauso sollte man richtigerweise annehmen, das Wasser auch eine salutogenetische Signatur an Inhaltsstoffen aufweisen kann, so dass dessen Genuss zu einer verbesserten Gesundheit des Menschen führt. In diesem Fall trinkt der Mensch Wasser nicht nur aus dem Grunde zu überleben, sondern auch aus dem Grund die organischen Funktionen seiner Körpers zu verbessern. An diesem Punkt wird das Wasser zum Gesundheitsprodukt und, sollte man seiner Wirkung sogar eine bestimmte Krankheitsindikation zuordnen können, auch zum Heilmittel. Berühmte Persönlichkeiten nutzen das Wasser als Heilmittel.

Die moderne Forschung ist im Fluss und die neuen Erkenntnisse eröffnen ein neues Verständnis über das Potential des Wassers.

„Ich unterstütze nur die Natur. Diese heilt dann die Krankheit von selbst“, erkannte der Landwirt Vinzenz Prießnitz (1799-1852). Dieser medizinische Laie machte zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Hydrotherapie, Wasser als Heilmittel populär. Die Sehnsucht nach einem „naturgemäßen Leben“, die praktizierte Achtung vor der Natur und der Respekt vor den Selbstheilungskräften, sahen Ärzte damals wie heute mit Skepsis.

Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) entwickelte 50 Jahre später in Wörishofen die Hydrotherapie weiter. Aus der Prießnitz-Kur wurde die Kneipp-Kur. Sie kultivierte die fünf Säulen der „Naturheilkunde“: Wasser, Kräuter, Bewegung, Ernährung und Lebens-Ordnung. Mit diesen Elementen einer rationalen Naturheilkunde gelang dem Nicht-Mediziner Kneipp ein Brückenschlag zur „wissenschaftlichen Medizin“. Klinische Studien mit reproduzierbaren Ergebnissen weisen Wirksamkeit nach und die Wirkungsmechanismen werden heute systematisch erforscht.

Der Förster Viktor Schauberger (1885-1958) hat als Naturbeobachter Wege zu einer modernen Wasserforschung eröffnet, die mit der Natur im Reinen sind und sie achten.

Prof. Gerald Pollack, ein anerkannter amerikanischer Wasserforscher belegt, dass Wasser in lebenden Organismen chemisch, strukturell und funktional eine eigene Qualität zeigt. Es ist dort ein hoch geordnetes, kristallartiges Medium: ein vierter Aggregatzustand.

.

.