Gemeinwohl-Ökonomie und kommunale Gesundheitsförderung

Wirtschafts-Initiativen, die den lokalen Handel und die regionalen Kreisläufe stärken, fördern auch die Gesundheit der Menschen in ihren Lebenswelten. Die kommunalen Gebietskörperschaften sind Verantwortungsträger für das Wohlbefinden ihrer Bürgerinnen und Bürger. Nachhaltige und natürliche Lebensweisen sind gesünder.

Das gesunde Kinzigtal

Seit 2006 arbeitet im Kinzigtal ein innovatives Sozialunternehmen: die Gesundes Kinzigtal GmbH. Rund 69.000 Menschen leben in dieser Schwarzwaldregion und die AOK Baden-Württemberg unterstützt dort eine Gesundheitsversorgung, die vorbildlich ist. Das Projekt beweist, dass bessere Gesundheit für alle Bürgerinnen und Bürger, zufriedene Ärztinnen und Ärzte und erfolgreiche Krankenkassen möglich sind. In Billstedt-Horn, einem sozial benachteiligtem Hamburger Stadtteil, entsteht ein vergleichbares Gesundheitsnetzwerk.

Gemeinwohlorientierte Wirtschaft

Unser jetziges Wirtschaftssystem macht das Geld zum Zweck. In der Gesundheitswirtschaft hat dies fatale Folgen. Arztpraxen, Krankenhäuser oder Krankenkassen orientieren sich an Profitzielen und nicht an Gesundheitszielen. Die Gemeinwohl-Ökonomie strebt ein Wirtschaftssystem an, das auf Werten basiert und wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Alternativen verwirklicht. Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sind für Gesundheitsunternehmen unverzichtbare Werte.

Zum Glück ..! gehört Gemeinschaft

Im Interview mit Marion Schneider schildert Dr. Ellis Huber, Vorsitzender des Berufsverbands der Präventologen eV. den Zustand des Gesundheitswesens der BRD vor dem Mauerfall und legt dar, wie sich die Situation seit der deutschen Wiedervereinigung bis in die Gegenwart verändert hat.