Nachlese zum Bad Füssinger Wasser-Forum „Wasser, Mensch und Gesundheit“
am 23./24.7.2016 im Biovital-Hotel Falkenhof, veranstaltet vom Verein “Quellen des Lebens e.V.”
Ein Bericht vom Vereinsvorstand und Medizinjournalist Walter Ohler.
Foto:

  1. Reihe v.l.n.r.: Dr. Kirsten Deutschländer und Akiko Stein
  2. Reihe v.l.n.r.: Wolfgang Bauer, Dr. Michael Zellner, Dr. Jörg Hildebrandt, Dr. Kurt Derungs
  3. Reihe v.l.n.r.: Dr. Klaus Karsch, Prof. Dr. Dr. Harald Walach, Dr. Rainer Pawelke, Berthold Heusel

 

“Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen.“ Hermann Hesse

In der Tat – es war eine außergewöhnliche Wassertagung. Ein Ideen-Kaleidoskop, das schöner nicht sein konnte. Wasser und Medizin. Lebendiges Wasser und sanfte Medizin. Erweiterte Wasser-Forschung. Eine eindeutige Bildersprache aus dem Dunkelfeld-Mikroskop. Tropfen-Bilder von Wässern. Kristall-Photographie nach Dr. Masaru Emoto. Heilendes Wasser, Heilige Quellen. Das Wasser des Lebens und seine Mythen und Bräuche. Magische Quellen. Quellengeschichten. Wunder(bare) Geschichten. Auch die drohenden Umweltprobleme wurden beim Namen genannt. Und im Finale wurde es visionär. Ein neues Gesundheitssystem, maßgeschneidert für den Menschen. Mehr Prävention, mehr Begleitung für den Patienten. Mehr sanfte Medizin. Mehr Eigenverantwortung für den Patienten. Ein System mir Mehrwert für den Menschen.

Das ehemalige Wassersymposium Bad Füssing 2016 kam in einem neuen Gewand: Ein Forum wurde es – ein Austausch der Wasser-Experten. Wissenstransfer kennt nun mal unterschiedliche Kommunikationsmodelle. Symposien und Kongresse gehören genauso dazu wie Diskussionsforen und Wissenslaboratorien. „Denken wir gesund“ war das generelle Motto der Veranstaltung.

Es ware 10 Experten bzw. Vortragende -interdisziplinär zusammengesetzt:
6 Mediziner (Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Urologie, Homöopathie, Psychotherapie, Naturheilkunde, Augenheilkunde, Traditionelle Alpenländische Medizin, Kneipp, Ernährungsmedizin, Endothelmedizin usw.)
Die Mediziner zeigten Flagge, dominierten aber nicht. Zugunsten einer Gemeinschaft, die auch andere Berufsrichtungen akzeptierte: Pädagogik, Germanistik, Psychologie, Volkskunde usw. Und das wichtigste dieser Gemeinschaft:

Sie alle hatten Herausragendes und Mutiges zum Thema Wasser zu sagen. Wasser ist Mythos und Rohstoff, Lebensgrundlage und Streitobjekt, Heilmittel und Machtfaktor, Arbeitsplatz und Urlaubsziel. Wasser ist unser Leben. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Es wurde eine Entdeckungsreise über das vermutlich wichtigste (Lebens)-Element mit seinen (chemischen) Anomalien, seinen Heilkräften, seinen musikalischen und religiösen Strömungen – ein Element, das in vielen Mythen und literarischen Werken von größter symbolischer Bedeutung ist. Anders formuliert: Es wurde ein lebendiger Wissenstransfer. Ein wichtiger Weg, die Ganzheitlichkeit unseres Lebens im Blickfeld zu halten.

Veranstaltet hatte das Wasser-Forum 2016 der neue Münchener gemeinnützige Verein „Quellen des Lebens“. Vier Vorstandsmitglieder waren anwesend: Dr. Kirsten Deutschländer, Petra Schmidt, Silke Pawelke und Walter Ohler. Die St. Leonhards-Akademie war durch den Geschäftsführer Dr. Ellis Huber, Berlin vertreten. Gemeinsam haben die Teilnehmer zwei Tage in der Paracelsusstr. 4 verbracht: im Biovital-Hotel Falkenhof. Paracelsus und Biovital gehören zusammen. Und zum Thema Wasser auch. Fazit: Gut! Und noch besser! Weitermachen!! Der Mensch wird es ihnen danken.

Darum ging es konkret an diesem Wochenende in Bad Füssing:

Im Mittelpunkt des Wasser-Forums standen fünf Themenmodule:

Modul 1: Wasser und Medizin

Modul 2: Erweiterte Wasserforschung

Modul 3: Wasser und seine Quellen – Quellengeschichten

Modul 4: Wasser und Umwelt

Modul 5: Das Gesundheitssystem der Zukunft

 

Die Referenten und ihre Themen:

Modul 1: Wasser und Medizin

* Dr. med. Jörg Hildebrandt
Allgemeinmediziner, Arzt für Augenheilkunde und Klassische Homöopathie aus St. Pölten (Österreich)

Thema: Wasser als homöopathische Arznei. Prüfung und Anwendung

von Quellwasser (nativ und enteisent)

Inhalt: Seit 4 Jahren erforscht der Vortragende Quellwasser aus dem Blickwinkel und mit den Methoden der Homöopathie. Die Ergebnisse brachten schon etliche Heileffekte in der Anwendung und interessante Einblicke in eine der vielen Wasserarzneien, die zu einem besseren Verständnis von Wasser

als homöopathische Arznei führen können. Auch der Frage, ob eine modifizierte Ausgangssubstanz (das eisenhaltige Quellwasser wird sanft von Eisen gereinigt, um es als Trinkwasser nutzen zu können) tatsächlich zu einer unterschiedlichen Wirkung selbst in hohen Potenzen führt (aktuelles Thema Nosoden Sterilisation!), kann hier erstmals vergleichend nachgegangen werden.


* Dr. med. Kirsten Deutschländer
Allgemeinmedizinerin. Psychotherapeutin und Wasser-Exertin aus Fürstenzell (Bayern)

Thema: Die Heilkraft des Wassers – eine unterschätzte Hilfe bei chronischen Erkrankungen

Inhalt:

Wasser beeinflusst als größter Bestandteil des menschlichen Körpers alle Stoffwechselprozesse. Neuste Studien belegen, dass die Qualität des Wassers anhand körperlicher Reaktionen nachgewiesen werden kann und beschreiben überraschende Wirkungen auch auf unser Bewusstsein – auf Geist und Seele. Die Wasserforschung zeigt, wie wichtig Wasser bei der epigenetischen Steuerung, der Zellatmung und der Energieversorgung der Zelle ist und erklärt, warum gute Wasserqualität gerade bei chronischen Krankheiten so enorm wichtig ist. Geschichten über heilige Quellen zeugen von einer wahren Jungbrunnenwirkung bestimmter Quellwässer. Die Quantenphysik hat mittlerweile Erklärungen geliefert, wie diese Wässer (Heil-)Informationen speichern und zur Gesundung beitragen können. Sie hat die sogenannte „4. Phase des Wassers“ entdeckt – hochstrukturiertes Wasser mit kristallähnlichen Eigenschaften, das bei jedem Heilprozess als Speichermedium für Informationen im Körper dient. Je mehr das Wasser, das wir trinken, in der Lage ist, hochstrukturierte Bereiche auszubilden, je besser die Qualität unserer Nahrungsmittel, je harmonischer unser Lebensrhythmus, desto klarer sind unsere Bewusstseinsfunktionen und somit die Möglichkeit, die Heilung in Gang zu setzen.

 

Dr. Klaus Karsch
Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren – Begründer der Heilmethode Skribben
(Gelenkmobilisation) und Experte für Alpenländische Medizin, Irsee/Allgäu

Thema: Tradition und Moderne – Wasser in der Alpenländischen Medizin

Die (heilkundliche) Bedeutung der Quellen im Allgäu

Inhalt: Der gebürtige Allgäuer Klaus Karsch vereint in seiner Biographie als Arzt wie wohl kaum ein Zweiter viele verschiedene heilkundliche Traditionen. Er trat in die Fußstapfen seines Vaters, der schon als Landarzt in Baisweil, in der Nähe von Irsee, eine Praxis unterhielt. Er ist Schulmediziner, promovierte als Kneipp-Arzt und unterzog sich der Facharztausbildung in Allgemeinmedizin. Gleichzeitig erhebt er durchaus seinen Blick über die Schulmedizin hinaus. Er bildete sich in alternativen Heilmethoden aus, arbeitete als „Barfuß-Arzt“ in Portugal, wanderte jahrelang durch die gesamte Alpenregion, um sich das Wissen der heimischen und in der Bevölkerung hoch geschätzten „Knochendoktoren“ anzueignen. Aus dieser Zeit, abgelauscht von Kräuterweiblein und weisen Männern, rührt sein Wissen um die Kraft der Heilpflanzen und die Klugheit der Volksmedizin seiner Heimat (Alpenländische Medizin). Seine Aufmerksamkeit schenkt er auch den Quellen des Allgäu, deren Wässer der Gesundheit gut tun. Ein besonderes Interesse widmet er zwei Quellen im Allgäu: das Augenbrünnele in Hörmannshofen und die Marienquelle bei Bad Wörishofen.

 

Dr. med. Michael Zellner
Urologe, Ernährungsmediziner und Experte für Wasser in der Medizin aus Bad Füssing (Bayern)

Thema: Gesunde Ernährung – Fundament gesunden Lebens und Bedeutung des Wassers

Inhalt: Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen stehen nicht nur in Deutschland an der Spitze der Todesursachenstatistik. Während die konventionelle Medizin sich noch immer mit großem Aufwand darum bemüht, die Krankheitssymptome zu kurieren, sollte der wirksamere Ansatz in der Prävention und Prophylaxe der Ursachen dieser Wohlstandsmorbidität gesucht werden. Ausgehend von den aktuellen Morbiditätsursachen einer westlichen Wohlstandsgesellschaft und ihren Auswirkungen auf Gesundheit und Stoffwechsel soll die Bedeutung einer Änderung der Lebensweise (allen voran Ernährung einschließlich der Bedeutung gesunden, „lebendigen“ Wassers, Bewegungsmangel, gesteigerte Stressbelastung und reduzierte Stressbewältigungsfähigkeit) am Beispiel von (Prostata-) Krebserkrankungen diskutiert werden. Als mögliche Option zur einfachen und kostengünstigen Analyse der aktuellen Stoffwechselregulation und zur Verlaufsbeobachtung von therapeutischen Strategien, haben sich moderne, schnell und einfach durchführbare Analysenerfahren (z.B. CRS, BIVA, ABI) bewährt, die ebenfalls vorgestellt werden sollen.

 

Modul 2: Erweiterte Wasserforschung

 

Berthold Heusel
Überlingen (Bodensee), Wasser-Forscher und Pädagoge M.A.

Titel: Wasserqualitäten in der Dunkelfeld-Mikroskopie – warum Wasser heilsame Eigenschaften hat

Inhalt: Tropfenbilder – Bilder von getrockneten Wassertropfen – zeigen, ähnlich wie die Kristallbilder von gefrorenem Wasser oder wie die Bilder der spagyrischen Kristallanalyse etwas von der inneren Struktur, der inneren Ordnung und Dynamik des Wassers. Auf eindrückliche Weise zeigen die Bilder gespeicherte Muster im Wasser – Gedächtniseffekte – , aber auch mögliche Veränderungen und Verwandlungen des Wassers. Wenn Wasser in kleinen Mengen austrocknet, bildet sich in dem mineralischen Rückstand eine Struktur, die wie eine Signatur eine Identifizierung des Wassers zulässt und darüber hinaus Aussagen über die Wirkung des Wassers in unserem Organismus erlaubt – unabhängig von einzelnen chemischen Parametern. Die Signaturen und Charakteristiken von Wässern mit hoher Trinkqualität zeigen vielfältige Gemeinsamkeiten mit hohen Aussagewerten. Die Bilder von Quellwasser geben uns im Besonderen Aufschlüsse über Eigenschaften von heilem und heilsamem Wasser und helfen, die Sprache in den Tropfenbildern zu verstehen.


Akiko Stein, Germanistin, Übersetzerin und Wasserexpertin aus Oberwesel am Rhein

Thema: Das Erbe von Dr. Masaru Emoto und die Fortsetzung seiner Forschungs- und Heilarbeit

Inhalt: Dr. Masaru Emoto ist nicht mehr unter uns, sein Lebenswerk wird aber fortgesetzt. Seine frühere Mitstreiterin Akiko Stein kümmert sich um die Erforschung des Wassers mit der Kristallphotographie. Sie richtet den Fokus vor allem auf die biophysikalischen und feinstofflichen Eigenschaften des Wassers. Dr. Emoto belegte in seinen Untersuchungen, dass Wasser das aufnimmt, was ihm übergeben wird – offenbar sogar elektromagnetische oder feinstoffliche Schwingungen aus Gedanken und Gefühlen von Menschen. Die Forschung und Heilarbeit von Dr. Masaru Emoto mit dem MRA (Magnetic Resonance Analyser) – von Beginn an ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeiten – wird von Wissenschaftlern in Japan weitergeführt. Seiichiro Yoshinouchi (Tokyo/Japan) wird die Möglichkeiten des MRA beschreiben. Eine neue Chance, die Heileffekte, die sich aus der Arbeit von Dr. Emoto ergeben könnten, für das menschliche Auge sichtbar zu machen.

 

Modul 3: Wasser und seine Quellen – Quellengeschichten

Wolfgang Bauer
Psychologe und Volkskundler aus Frankfurt

Thema: Heilige Quellen, Heilende Brunnen: Wege zum Wasser des Lebens

Inhalt: Eintauchen in die heilende Welt des Wassers

Heilige Quellen, Gesundbrunnen, Jungbrunnen, das Wasser des Lebens – seit Menschengedenken spielen sie eine zentrale Rolle für die Menschen, spiegeln sich in ihren Mythen, Kulten und Bräuchen. An Hand von Beispielen aus der Antike (Quelle von Umeri, Quelle der Coventina am Hadianswall, Quelle der Sirona in Hochscheid), aus der christlichen Zeit (Odilienquellen im Elsaß und auf dem Roßkopf bei Freiburg) und aus neuerer Zeit (Fatima, Schlangenbad, Leonhardsquelle) zeigt Wolfgang Bauer, wie wertvoll das Wasser aus den heiligen Quellen für den Menschen sein kann. Bilder aus der Laterna Magica dienen der vertieften Wahrnehmung.


Dr. Kurt Derungs
Kulturanthropologe und Leiter der Akademie der Landschaft in Solothurn (CH)

Thema: Magie des Wassers. Der Kult der Quellen und Gewässer in der Schweiz.

Inhalt: Wer kennt sie nicht, den Staubbachfall im Berner Oberland, die Rheinquelle oder das Gletschertor der Rhone? In St. Moritz entdeckte man sogar die älteste Kultquelle der Alpen. Die Schweiz ist reich an Quellen, Flüssen und Seen. Viele Gewässer sind sagenhafte Orte, und zu den heiligen Quellen und gesunden Brunnen pilgern täglich hunderte Menschen, um ihr besonderes Wasser nach Hause zu nehmen. Der Vortrag zeigt, wo das Heilwasser fliesst und erklärt den mythologischen Hintergrund der Quellen. Aus volkskundlicher Sicht werden beliebte Wasserorte vorgestellt, ebenso die damit verbundenen Rituale und Traditionen. Diese sind oft in den Jahres- und Lebenslauf der Menschen eingebettet. Sagenhafte Seen und Flüsse verlangen jedes Jahr einen Menschen, gleichzeitig wird aus dem Wasser das neue Leben geholt. Selbst Regenzauber und erotische Wasserspiele finden sich im Alpenland. Ausserdem sind zahlreiche Gewässer mit tierischen oder menschlichen Wesen personifiziert, was auf deren Genius Loci hinweist. Und nicht zuletzt finden wir keltische Wasser- und Quellgöttinnen, zu denen in christlicher Umdeutung auch die hl. Verena der Badener Quellen gehört.

 

Modul 4: Wasser und Umwelt

Dr. med. Rainer Pawelke
Facharzt für Innere Medizin, Experte für Endothelmedizin und Wasser, Starnberg

Titel: Wasser – Umwelt – Gesundheit?

Inhalt: Gesundes Wasser ist die Basis allen Lebens unserer Gesundheit und Lebensqualität. Alle Arten von Menschen verursachter Umweltzerstörungen haben langfristig negative Auswirkungen auf den Kreislauf des Lebens — das Wasser! Eine Übersicht und kritische Betrachtung.

 

Modul 5: Das Gesundheitssystem der Zukunft

Prof. Dr. Dr. Dipl. Psych. Harald Walach
Klinischer Psychologe, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, Berlin.

Thema: Das Gesundheitssystem der Zukunft – eine Vision

Inhalt: Die Vision: „Das Gesundheitssystem der Zukunft ist ein Gesundheitssystem und kein Krankheitsverwaltungssystem. Es gründet auf der Selbstversorgung aller Beteiligten. In Zukunft werden es keine „Patienten“ mehr geben, keine passiven Empfänger gesundheitsbezogener Dienstleistungen, sonder Handelnde: „Agenten“. Dazu müssen unser Ausbildungssystem und unser Gesundheitssystem die Bevölkerung „erziehen“ und unser Hochschulsystem die Ärzte.“

Weitere Informationen über die Referenten und Vorträge erhalten Sie beim Verein Quellen des Lebens e.V.
Bericht vom Vereinsvorstand Walter Ohler