Einführung
Möbel, Textilien, Farbe, Kunststoffe – in unseren Wohnräumen sind viele Materialien, die Stoffe absondern, die ungesund sind. Reinigungsmittel, Feinstaub – die Liste ist lang. Formaldehyd, Benzol, Trichlorethylen… Klingt nicht gut, tut uns nicht gut. Unsere Sinne können diese Stoffe nicht wahrnehmen und uns warnen. Aber diese Verbindungen werden mit Atemwegserkrankungen und einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht.
Wir können uns nicht vor jedem Umweltgift schützen. Aber zumindest in unseren Wohnräumen sollten wir das Risiko so weit minimieren wie möglich. Wenn das mit Pflanzen auch noch einfach geht und optisch schön aussieht – genial.
Die NASA: Raumstationen und Pflanzen
Ursprünglich suchte die NASA nach Möglichkeiten, die Luft in Raumstationen zu verbessern. Der Studienleiter der berühmten NASA Clean Air Study, BC Wolverton (ein amerikanischer Wissenschaftler für Chemie, Mikrobiologie, Biochemie und Umwelttechnik) war der Meinung, dass man ein Stück Natur mitnehmen sollte, um im Weltall menschentaugliche Lebensbedingungen zu schaffen. Und so testete er Pflanzen auf ihre Fähigkeiten, Giftstoffe aus der Raumluft zu filtern. Unter Laborbedingungen schaffte es beispielsweise Photos, eine sehr beliebte Zierpflanze, bis zu 73 Prozent der krebserregenden Stoffe in der Innenraumluft zu beseitigen.
Schätze der Natur
Wir müssen die Grünpflanzen netterweise nicht vom nächsten Planeten holen. In der Natur gibt es faszinierende Fähigkeiten. Viele technische und wissenschaftliche Errungenschaften haben wir von Pflanzen und Tieren abgeschaut. Aspirin stammt von der Weidenrinde, Penicillin vom Schimmelpilz Penicillium notatum, viele Chemotherapeutika stammen von Pflanzen, z. B. Taxol aus der Eibe und Vincristin aus dem Madagaskar-Immergrün.
Diesmal: Pflanzen als Luftfilter für Schadstoffe. Wahrscheinlich wären wir heute gar nicht lebensfähig, wenn die Pflanzen in der Entstehungsgeschichte unseres Planeten nicht einiges an giftigen Gasen absorbiert und umgewandelt hätten, von der Bildung von Sauerstoff mal ganz zu schweigen.
Giftstoffe und ihre Ursprünge
Die Goldenen Efeutute – die stille Heldin
Die Efeutute hat viele Namen. Bei der NASA wurde sie als Photos oder Epipremnum aureum bezeichnet. Sie ist eine Zierpflanze, die relativ anspruchslos ist und auch lichtarme Ecken verträgt. Im Feng Shui steht die Pflanze für Glück und Wachstum, im Labor konnte sie Formaldehyd, Benzol und Trichlorethen aus der Luft filtern, und zwar bis zu 73 Prozent in 24 Stunden.
Jetzt haben wir im Wohnzimmer keine Laborbedingungen, aber wir können mit verschiedenen Pflanzen eine gesündere Atmosphäre schaffen, unsere Luft zum Atmen bereinigen und eine natürliche Wohnumgebung kreieren.
Weitere grüne Filterkünstler
Es gibt noch weitere Pflanzen, die ungesunde Stoffe aus der Luft filtern können. Manche können für Haustiere und kleine Kinder giftig sein, das sollte vorher überprüft werden.

Wie viele Pflanzen braucht es?
Die Studien fanden unter Laborbedingungen statt, also in abgeschlossenen Räumen ohne Luftaustausch. Das ist in unseren Wohnräumen nicht der Fall. Und trotzdem können Pflanzen einen Beitrag für ein gesünderes Raumklima leisten. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit, binden feine Partikel und krebserregende Stoffe, erzeugen Sauerstoff und wirken nachweislich stressreduzierend.
Für einen Raum mit 15–20 m² braucht es zwei bis drei mittelgroße Pflanzen. Wer Lust auf mehr hat, kann sich seinen persönlichen Dschungel mit Blick aufs Raumklima erschaffen. Regelmäßig den Staub von den Blättern wischen erhöht die „Filterleistung“.
Fazit
Sieht schön aus, reduziert Stress, holt ein Stück Natur in unser Zuhause – und entlastet unsere Systeme zumindest ein Stück weit von den immer mehr zunehmenden Schadstoffen unserer Umwelt. Jedes Puzzlestück in unserem Leben, dass uns mit einem natürlichen Leben verbindet, hilft uns gesund zu bleiben, in unserer Mitte und geerdet zu bleiben. Pflanzen sind da ideale Lebensgefährten.
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