Wasser ist Leben, das wissen wir alle. Als Menschen bestehen wir zu etwa zwei Dritteln aus Wasser. Es ist mehr als wichtig, dass wir regelmäßig frisches Wasser trinken. Wenn wir dehydriert sind, also zu wenig Flüssigkeit im Körper haben, passieren eine ganze Reihe von Reaktionen, weil Wasser lebenswichtig für fast alle Körperfunktionen ist. Ohne Nahrung können wir Menschen im Ernstfall einige Wochen überleben – ohne Wasser nur wenige Tage.
Im Ayurveda beginnt jeder Tag mit einem Glas abgekochtem Wasser von reinster Qualität. Ich bevorzuge hier Lebendiges Wasser aus Glasflaschen. Entscheidend für das richtige Wasser ist, in meiner Praxis, der Sensorik-Test.
Im Ayurveda gibt es 5 Elemente, eines davon ist Wasser.
Zwei der Doshas, Pitta und Kapha haben einen großen Anteil an dem Element Wasser. Die ayurvedische Eigenschaft (Guna) von Wasser ist dicht, kalt, schwer und weich.
Im Ayurveda geht es beim Trinken von Wasser um das „wie“, und es hängt von deiner ayurvedischen Konstitution ab.
Das Vata Dosha hat kalte und trockene Eigenschaften.
Für Vata-Typen und Menschen mit Vata-Störungen ist es deshalb sehr wichtig, Flüssigkeit aufzunehmen. Circa 2 Liter pro Tag sollten es sein. Das Wasser darf dabei warm bis sehr warm sein.
Das Pitta Dosha hat heiße und feuchte Eigenschaften. Um das Feuer nicht noch weiter anzufachen, trinken Pitta-Typen ihr Wasser am besten lauwarm oder mit Zimmertemperatur. Die ideale Menge liegt aus ayurvedischer Sicht bei etwa 1,5 Litern pro Tag, gerne auch mehr.
Das Kapha Dosha hat kalte und feuchte Eigenschaften. Weil sehr heißes Wasser leicht und trocknend wirkt, vertragen Kapha-Typen die höchste Trinktemperatur. Kapha Typen haben tendenziell viel Feuchtigkeit in sich und brauchen deshalb nur etwa einen Liter Wasser pro Tag.
Bei dem trockensten Dosha -Vata- ist die Wasserzufuhr am wichtigsten.
Auch Wasser muss verdaut werden. Kaltes Wasser braucht bis zu 6 Std, je nach Dosha Typ, bis es verdaut ist.
Damit Wasser bekömmlicher wird und vom Körper optimal genutzt werden kann, gibt es in dem Ayurveda einige Empfehlungen. Durch diese Empfehlungen wird dein Agni (Verdauungsfeuer) positiv angeregt, die Balance deines Doshas wird gefördert und die Entgiftung deines Körpers unterstützt.
Im Ayurveda gilt, dass Wasser so rein wie möglich sein sollte. Mineralien nehmen wir durch unsere Nahrung auf. Im Wasser stören sie eher, weil Wasser im Ayurveda vor allem zum Reinigen und Durchspülen verwendet wird.
Die Wirkung von Wasser aus ayurvedischer Sicht:
Der Ayurveda empfiehlt, Wasser warm (mindestens Zimmertemperatur) und möglichst in kleinen Schlucken über den Tag verteilt zu trinken. Deshalb laufen so viele Yogis mit der Thermoskanne unter dem Arm herum. Viele Menschen bei uns im Westen machen genau das Gegenteil: Sie vergessen tagsüber, etwas zu trinken und trinken dann abends einen Liter oder mehr kaltes Wasser. Auch das Trinken von großen Mengen kaltem Wasser zu den Mahlzeiten ist nicht empfehlenswert. Das sieht der Ayurveda sehr kritisch, denn kaltes Wasser löscht das Verdauungsfeuer Agni.
Warmes oder sogar heißes Wasser zu trinken, mag ungewöhnlich erscheinen, ist aber sehr gesund. Oft hört man, dass kaltes Wasser – am besten noch mit Kohlensäure – einfach erfrischender ist als warmes. Dies ist nur eine Frage der Gewohnheit. Wer einmal damit beginnt, Wasser auf die ayurvedische Art zu trinken, möchte es in der Regel schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen.
Wie jedes Lebensmittel beeinflusst Wasser das Gleichgewicht unserer Doshas. Idealerweise wirkt es harmonisierend, im schlimmsten Fall kann es ein Ungleichgewicht begünstigen. Wasser wirkt direkt auf unser Agni: Je nach Menge und Temperatur schwächt oder stärkt es das Verdauungsfeuer.
Anders als die westliche Wissenschaft geht der Ayurveda übrigens nicht automatisch davon aus, dass jeder Mensch so viel Wasser wie möglich trinken sollte. Welche Menge Flüssigkeit dein Körper braucht, hängt mit deiner individuellen Dosha-Kombination zusammen.
Trinke etwas mehr, als dein Durst dir vorgibt. Damit liegst du in der Regel richtig. Wenn du deinen Dosha-Typ kennst, kannst du die Menge und Temperatur deines Ayurveda-Wassers natürlich darauf abstimmen.
Dieser Ansatz ist für viele schwer nachzuvollziehen, zumindest aus westlicher Sicht. Erstens sollte das Wasser heiß sein, zweitens abgekocht. Und um noch mehr Verwirrung zu stiften, sagt der Ayurveda, dass es nicht reicht, das Wasser kurz im Wasserkocher aufzukochen: Es sollte sogar mehrere Minuten bei offenem Deckel kochen, bevor wir es trinken – im Idealfall mindestens zehn Minuten.
Aus Sicht des Ayurveda verändert das Wasser durch den Kochvorgang seine Eigenschaften. Längeres Kochen macht es feiner, leichter und bekömmlicher. Wie lange du das Wasser kochen solltest, hängt von deiner ayurvedischen Konstitution ab:
Viele Menschen trinken ihr Wasser hauptsächlich zu den Mahlzeiten. Wir haben oben schon erwähnt, dass der Ayurveda das eher kritisch betrachtet. Zum Essen wird im Ayurveda nicht getrunken. Stell dir Agni, das Verdauungsfeuer, als echte Flamme vor: Wenn wir große Mengen Flüssigkeit darauf schütten, geht das Feuer aus.
Vor allem, wenn du ohnehin zu Verdauungsbeschwerden neigst, ist das kontraproduktiv. Statt dein Agni zu schwächen und die Verdauungssäfte zu verdünnen, willst du deinen Magen-Darm-Trakt ja unterstützen. Im Ayurveda empfehlen wir deshalb, zum Essen eher nichts bis wenig zu trinken. Ein kleines Glas warmes Wasser oder Tee in kleinen Schlucken zur Mahlzeit, wenn das Gericht sehr trocken ist, ist aber in Ordnung.
Auch abends noch große Mengen Wasser zu trinken, ist aus ayurvedischer Sicht nicht ideal. Abends lässt die Kraft von Agni nach, der Körper bereitet sich auf die Ruhephase vor. Viel Flüssigkeit kann dann zu einer unruhigen Nacht führen.
Im Ayurveda beginnt man den Tag mit einem großen Glas warmem/heißem Wasser. Nach der Nacht ist der Körper dehydriert auch beginnt die Entgiftung während wir schlafen,
Indem du morgens ein Glas ayurvedisches Wasser trinkst, kurbelst du deinen Stoffwechsel an. Das heiße Wasser reicht aus, um die Verdauung in Schwung zu bringen.
Im Ayurveda wird Wasser immer ohne Kohlensäure, warm und abgekocht getrunken. Einen Wasserkocher kannst du auch verwenden. Lass den Deckel offen, damit er nicht so schnell abschaltet. Wir sollten bedenken, dass sich der Lebensstil geändert hat und wir in Europa leben.
Beginne mit dem Trinken von warmem Wasser in feinster Qualität. Damit tust du deinem Körper Gutes.
Gutes Wasser kann eine hilfreiche, einfache Gewohnheit im Ayurveda sein, unterstützt allgemein die Hydration und Verdauung, sollte aber individuell angepasst werden.
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