Neue Studie zur Pestizidbelastung der Luft in Deutschland

Das Bündnis für eine Enkeltaugliche Landwirtschaft und das Umweltinstitut München haben in einer bundesweiten Kampagne das erschreckende Ergebnis einer Studie veröffentlicht.
Diese die bislang umfassendste Studie zur Pestizidbelastung der Luft in Deutschland belegt die massive Verbreitung von Ackergiften kilometerweit durch die Luft. Und weiterhin über die Atemluft und Nahrungsmittel bis in unsere Zellen.
Die Studie Urinale belegte, dass 99,6 % der Deutschen Glyphosat im Urin haben.
Und es ist noch nicht untersucht, welche gesundheitlichen Schäden dieses Ackergift für unsere Umwelt geschweige denn für unsere Gesundheit hat.

In einem Interview erläutert Bündnis-Geschäftsführerin Johanna Bär die Zusammenhänge und fordert stellvertretend
„Die Ackergifte – Glyphosat, Pendimethalin, Prosulfocarb, Terbuthylazin und Metolachlor – müssen sofort verboten werden!“

Für die Studie „Pestizid-Belastung der Luft“ wurden von März bis November 2019 über die gesamte Bundesrepublik Pestizide in der Luft gemessen und zwischen 2014 und 2019 Pestizid-Untersuchungen an Baumrinden gemacht
Untersucht wurden Standorte im Umkreis ca. 100 bis hin 1000 Metern in Städten und auf dem Land, auf konventionellen und biologisch bewirtschafteteten Äckern sowie in Landschaftsschutzgebieten.
Die Daten wurden mit technischen Passivsammelgeräten, aus Filtermatten in Be- und Entlüftungsanlagen von Gebäuden sowie durch die Analyse von Bienenstöcken und Baumrinden erhoben.
Die Ergebnisse der Messungen sind also fast flächendeckend an insgesamt 163 Standorten in ganz Deutschland zwischen 2014 und 2019 verifiziert worden.

Und diese sind mehr als erschreckend:
An rund drei Viertel aller untersuchten Standorte wurden jeweils mindestens fünf und bis zu 34 Pestizidwirkstoffe sowie deren Abbauprodukte gefunden.
Insgesamt fanden sich deutschlandweit 138 Stoffe, von denen 30 Prozent zum jeweiligen Messzeitpunkt nicht mehr oder noch nie zugelassen waren.

Das heißt: Die Verbreitung von hochgiftigen Pestiziden bleibt nicht auf konventionellen Agrarflächen, wo sie ausgebracht werden, sondern die Ackergifte kontaminieren biologisch bewirtschaftete Äcker genauso und finden sich sogar auf den Flächen der eh schon wenigen Naturschutzgebiete. Schlussendlich hat der Verbraucher also auch bei vielen Bio-Lebensmitteln wie Getreide, Obst und Gemüse die den Körper belastenden Stoffe auf dem Teller.

Hier müsse das Bundesamts für Verbraucherschutz sofort handeln – es müsse sichergestellt werden, dass ein jährliches Monitoring über die Verbreitung von Pestiziden in der Luft regelmäßig, flächendeckend und umfassend für alle Pestizidwirkstoffe – also auch für nicht zugelassene – durchgeführt wird.

Auf nachfolgender Seite finden Sie alle Ergebnisse der Studie „Pestizid-Belastung der Luft“, Hintergründe und weiterführende Informationen zur Bedrohung durch Ackergifte sowie Möglichkeiten, wie Sie sich gemeinsam mit uns und dem Bündnis für eine Enkeltaugliche Landwirtschaft gegen Ackergifte und die Vergiftung unserer Lebensgrundlagen einsetzen können.

Kurz- und Langfassung der Studie „Pestizid-Belastung der Luft“:Studie

Mehr über das Bündnis für eine Enkeltaugliche Landwirtschaft:
Bündnis

Die Tagesschau von ARD berichtet ebenfalls über die Studie zu Umweltgiften:
Tagesschau

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