Die Kampagne der St. Leonhards-Akademie gGmbH

Das Vertrauen der Menschen in ihre Gesellschaft, in die staatlichen Institutionen und vor allem zur politischen Führung zerbricht zunehmend. Daher führt die gemeinnützige St. Leonhards-Akademie die im letzten Jahr begonnene Kampage „Vertrauen Leben“ weiter. Gesellschaft braucht Vertrauen. Populistische und fundamentalistische Bewegungen, Terror, Gier und Egoismus zerstören diese existenzielle soziale Ressource. Ohne ein stabiles Maß an Vertrauen können aber weder gesellschaftliche noch private Beziehungen Bestand haben. Es geht um gesellschaftliche Vertrauensbildung in Zeiten wachsenden Misstrauens. Vertrauen pflegt das soziale Bindegewebe und das lebendige Miteinander der Menschen in ihren Familien, Schulen, Betrieben und allen sozialen Gemeinschaften. Vertrauen wird zum Maßstab und Wirkstoff für soziale Gesundheit und friedliche Gemeinschaft. Das drückt der Projekt-Slogan aus:„Vertrauen Leben“!

„Was für ein Vertrauen“, war auch das Motto des diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dortmund. Das Thema beschäftigt die Leute und ihre Sehnsucht nach vertrauenswürdigen sozialen Verhältnissen ist deutlich spürbar. Es braucht zivilgesellschaftliches Engagement, um eine neue Vertrauenskultur in Deutschland zu verwirklichen. „Ich glaube es ist ganz viel Vertrauen da“, sagte Julia Helmke, Generalsekretärin auf dem Kirchentag: Vertrauen sei „fast ein Synonym für Gott, etwas, das wie Glaube und Atmen zum Leben dazu gehört. Ohne Vertrauen können wir Menschen eigentlich nicht als Menschen überleben.“ In unserer Gesellschaft sei das „Misstrauen gegenüber beinah allem und jedem gewachsen“, meinte der CDU Politiker Norbert Lammert und die evangelische Theologin Margot Käßmann postulierte: Misstrauen zerstöre das Gewebe, das eine Gemeinschaft zusammenhalte.

„Trotz Wirtschaftswachstum blicken junge Generationen skeptisch in die Zukunft“ schrieb Sarah Birkhäuser Anfang Juli im Berliner Tagesspiegel. Sie beruft sich auf eine Studie des internationalen Beratungsunternehmens Deloitte. Die Angehörigen der Jahrgänge 1983 bis 2002 seien in Deutschland besonders skeptisch bei dem, was sie wirtschaftlich erwartet. Die jungen Menschen sind zunehmend über den Zustand der Welt, die Entwicklungen der Arbeitswelt und eine konzeptionsschwache Politik besorgt. Ein Drittel der Befragten fürchtet sich vor dem Klimawandel mehr als vor Terrorismus, Instabilität und Krieg. Das Vertrauen in eine gedeihliche Zukunft ist schwach geworden. „Junge Leute haben oft kein Vertrauen in ihre Zukunft mehr, die Alten misstrauen den Eliten. Alle gemeinsam erleben immer wieder eine Welt, die von atemraubender Machtgier, von Rücksichtslosigkeit geprägt ist“ analysierte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker die Situation: „Europaverächter, Feinde von Menschenrechten verriegeln die Grenzen“ und der „Turbokapitalismus ist zerstörerisch. Desinformation, Fake News, Halbwahrheiten – es gibt vieles, das wie eine Säure wirkt, die das Vertrauen in den Zusammenhalt der Gesellschaft zerstört.“

Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Wertheimer begleitete das Projekt der St. Leonhards-Akademie „Jahr des Vertrauens“. Er schreibt: „Kein Vertrauen zu haben empfinden wir als fürchterlich. Denn Vertrauen ist die Grundlage für unsere Beziehungen, Freundschaften, Familien. Aber auch professionelle Beziehungen kommen ohne dieses immens wichtige Gefühl nicht aus: Vertrauen zu Ärzten, zu Kollegen, zu Politikern, zu Experten.“ Der Arzt und Leiter der Akademie, Dr. Ellis Huber will eine neue Vertrauenskultur fördern. Es sei die Aufgabe der Zivilgesellschaft, dass sich die Bürgerinnen und Bürger selber um Vertrauensbildung in ihrem sozialen Umfeld, ihren Gemeinschaften und Familien kümmern: „Vertrauen ist eine zentrale Quelle für gemeinschaftliches Wohlbefinden und damit für eine gesunde Gesellschaft.“

Weiterführende Informationen dazu sehen Sie hier:

www.vertrauenleben.de

www.kirchentag.de

 

Interessieren Sie sich für zahlreiche, exklusive Videos, Vorträge und Dokumentationen zu „Vertrauen Leben“:

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