in: Die Gazette „ICH! DU! WIR! Trennung und Gem/Einsamkeit, Spaltung und Versöhnung“ Heft #61, 01-2019
von Ellis Huber

German Angst

Eine Angst geht um in Deutschland, die Angst vor dem Anderen. Jeder kämpft in den Irren und Wirren der gesellschaftlichen Umbrüche für sich, ist sich selbst der Nächste. Wo ist das Vertrauen in Staat und Gesellschaft, in den Nachbarn oder den Chef geblieben. Die Deutsche Seele leidet, das soziale Bindegewebe zerbricht. Mit Angstpropaganda festigen die Mächtigen ihren Einfluss: Angst vor der AFD und den Populisten, Angst vor Islamisten und den Fremden, Angst vor Kapitalisten und bösen Menschen, Angst vor Gift und Zucker oder Angst vor Existenzverlust und Datenklau.

Frei flotierende Ängste durchwabern die gesellschaftlichen Gruppen und den einzelnen Menschen. Mit Aggressionen oder Depressionen antwortet das vereinzelte Individuum. Das Ich sucht Schutz und jedes Du wird misstrauisch beäugt. Das verängstigte Wir versammelt sich in ideologisch verborten Gruppen. Ob politisch rechts oder links, soziale Gettos und selbstgerechte Gruppenbünde werden zum Surrogat für das verlorene Vertrauen in die gesellschaftliche Gemeinschaft. Die gekränkten Ich`s und kleingeistigen Wir-Kumpaneien produzieren wilde Projektionen, verbreiten Lügen, twittern Fake-News und verfremden die Realität. Die Anderen sind immer die Bösen. Deutschland wirkt wie gelähmt. Eine aktuelle Ausstellung im „Haus der Geschichte“ fragt nun folgerichtig: „Angst. Eine deutsche Gefühlslage?“ Wir erleben eine Sozialsklerose, die das öffentliche Leben beeinträchtigt und kränkt.

Gesundheit!

Die durch und durch verängstigte wie verunsicherte Gesellschaft produziert ihre eigenen Krankheiten. Dabei florieren die Geschäfte mit den Kranken und ihrer Sehnsucht nach einer heilen Welt. Im Gesundheitswesen melden sich die gekränkten Seelen zu Hauf. Am häufigsten leiden Patenten, die in die Arztpraxen strömen, tatsächlich an Depressionen und Angstkrankheiten. Dann kommen Bluthochdruck, Rückenschmerzen und andere Wehleiden. Die Menschen reagieren allergisch gegen Vieles. Am Herzinfarkt sterben Menschen in Sachsen-Anhalt doppelt so häufig wie in Schleswig-Holstein. In manchen Regionen operiert die Medizin bis zu 13-mal häufiger am Rücken. Im bayerischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim werden Knieoperationen dreimal öfter gemacht als im brandenburgischen Frankfurt/Oder. Alle diese häufigen und regional noch unterschiedlich diagnostizierten Krankheiten verweisen auf ein krankes System. Die Kranken sind offensichtlich Symptomträger für soziale Widersprüche. Die häufigsten Leiden bei uns in Deutschland sind keine individuellen Organstörungen, sie sind der Schrei des Individuums gegen den Verlust von sozialer Geborgenheit.

Der Herzinfarkt ist eben kein Pumpendefekt mit verstopften Röhren. Herzen brechen, wenn die individuelle Lebenswelt aus den Fugen gerät. Herzen quälen sich mit sozialer Desintegration und psychosozialem Stress. Die heutigen Gesundheitsprobleme lassen sich mit „medizinischem Fortschritt“ oder biochemischen „Wunderwaffen“ nicht mehr besiegen. Die kulturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Verhältnisse sind entscheidend, ob Menschen fett oder depressiv, süchtig oder schmerzgebeutelt sind, sich falsch ernähren oder zu wenig bewegen. Es ist nicht die Gesellschaft, die krank macht, die Gesellschaft selbst ist krank.

Krankes Leben

Die individuelle Gesundheit steht immer in Wechselwirkung mit der jeweiligen Lebenswelt. Der Diabetes Mellitus kommt als soziale Infektionskrankheit daher und Bandscheiben jammern, wenn die soziale Gemeinschaft keinen Halt mehr gibt.

Gesundheit ist uns Allen wichtig. Wir wünschen es uns gegenseitig: Gesundheit! Wie kommt Gesundheit zustande und wie erreichen wir mehr davon? Es sind erstaunlicherweise Strategien der bürgerschaftlichen Selbstorganisation und die Pflege von Gemeinschaftlichkeit, die Gesundheit stärken.

Dörfer gibt es, in denen gemeinsames Wohlbefinden wächst und ein Wir-Gefühl zum Leben gehört. Die Gemeinde Michelfeld bei Schwäbisch Hall erreicht, dass es keine dicken Kinder mehr gibt. Im Gesunden Kinzigtal leben die Leute länger und auch gesünder als anderswo. In der Ortsgemeinde Mannebach in Rheinland-Pfalz ersetzt die „Dorfgesundheitshütte“ die verlorene Kneippe. Kommunale Gesundheitspolitik macht mehr Gesundheit möglich. Kinder und Erwachsene erwerben gemeinsam Gesundheitskompetenz. Eine couragierte Wir-Kultur entsteht allerorten und heilsame Aufbrüche erneuern das Gemeinschaftsleben. Das macht Hoffnung und vermittelt neue Zuversicht. Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit ebenso wie die Managementkulturen von Unternehmen und Organisationen verändern sich grundlegend. Die Ich-Kultur wird zu einer neuen Wir-Kultur transformiert: Gemeinsam werden wir gesünder. Zum Leuchtturm der Dörfer wird die „Sorgende Gemeinde“.

Illness und Wellness

Die Erkenntnis der Wissenschaft ist eindeutig: Körper, Geist und Seele oder Individuum und Gemeinde bilden einen Organismus. Psyche und Gehirn, Nerven-, Hormon- und Immunsystem wirken bei Gesundheit und Krankheit zusammen. Soziales Umfeld und die Lebenswelten des einzelnen Menschen, alles hängt mit allem zusammen und beeinflusst wechselseitig individuelles wie soziales Befinden. Diese komplexen Zusammenhänge erforscht die Psychoneuroimmunologie, eine noch junge Wissenschaft. Die Stressforschung, Resilienz-Untersuchungen, psychosoziale Erfahrungen oder die psychosomatische Medizin sind schon älter und bestätigen dies ebenso: Menschen sind keine Maschinen sondern Lebewesen.

Bereits im Mutterleib werden die Weichen für ein gesundes Immunsystem gestellt. Die emotionale Bindung zwischen Kind, Eltern und sozialem Umfeld prägt das spätere Gesundheitsschicksal. Psychischer Stress bedingt schwerste Krankheiten und vielfältiges Leid. Der Körper funktioniert eben nicht wie ein kompliziertes Uhrwerk mit genetisch fixierten Rädchen oder Pendeln. Gesundheit wird von Menschen in ihren kommunalen und kulturellen Lebenswelten täglich geschöpft.

Die wissenschaftliche Datenlage belegt eindeutig: Zwischenmenschliche Solidarität und soziale Teilhabe sind wichtige Gesundheitsressourcen. Menschen, die sich als kompetent erfahren, die soziale Resonanz finden und die bei Entscheidungen mitwirken können, sind weniger krank. Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit in der Bevölkerung steigen markant an, wenn das „soziale Bindegewebe“ unter Spannung steht.

Illness und Wellnes, Krankheit und Gesundheit sind Endpunkte in einem Illnes-Wellness oder Krankheit-Gesundheit Kontinuum. Schmerzen lassen sich mit Aspirin bekämpfen, aber auch durch neues Glück im Alltagsleben. Einsamkeit und Prüfungsstress verringern die Abwehrkraft der Blutkörperchen und Bakterien werden gefährlicher, wenn soziale Entwurzelung droht. Mentale Einstellungen beeinflussen die physiologische Leistungskraft von Sportlern und unsere Gefühle verändern die Körperchemie unmittelbar. Krebspatienten mit gutem Kontakt zu anderen Menschen haben deutlich höhere Überlebenschancen. Placebo-Medikamente bewirken wundersame Heilungen. Die Chancen und die Kraft von Selbstheilungsprozessen, werden uns von der Natur und vom Leben geschenkt.

Durch Zufall oder unbewusste Weisheit drückt dies die englische Sprache aus. I(llness) ist die Krankheit, We(llness) die Gesundheit. In Deutschland wurde die ursprüngliche Bedeutung von Wellness verfremdet, zu einem Wohlfühlgeschäft missbraucht. Im allgemeinen englischen Sprachgebrauch geht Wellness mit besserer Gesundheit für Alle einher. Die menschlichen Potenziale eines Individuums mit körperlichen, mentalen und seelischen Komponenten tragen dazu bei, soziale und ökologische Einflüsse sind bedeutsam, Lebenszufriedenheit und Lebenssinn gehören dazu. Das einzigartige Ich, das einen würdevollen Platz in der Gesellschaft findet erreicht bessere Gesundheit. Es ist also heilsam für Individuum und Gesellschaft, wenn wir vom Ich zum Wir, von der I-llness zur We-llness voranschreiten.

Lebendige Systeme

Unser Gesundheitssystem wirkt wie ein soziales Immunsystem, das die Krankheitsgefahren schnell entdeckt, kontinuierlich bekämpft und gesunde Kräfte beim Individuum, aber auch in Organisationen, Betrieben oder Gemeinden stärkt. Heute vereint das Gesundheitswesen die Gesellschaft mehr als alle anderen Errungenschaften des Sozialstaates. Das unterscheidet Deutschland von den Vereinigten Staaten. Dort ist Krankheit der häufigste Grund für private Insolvenzen. Die Gesundheitsausgaben sind in den USA pro Kopf sehr viel höher, die individuelle und vor Allem die soziale Gesundheit deutlich schlechter. Die Spaltung der Bevölkerung macht dort also krank und kommt volkswirtschaftlich teuer.

Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky entwickelte erst um 1980 das Konzept der Salutogenese. Sie sammelt wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie Gesundheit entsteht. Gesundheit ist kein Zustand, der durch Krankheit verloren geht, sondern ein autopoietischer Prozess von Selbstorganisation und Selbsterneuerung. „Wir müssen das Gehirn als Teil seines soziokulturellen Umfelds verstehen. Unser Gehirn ist nicht nur von genetischen Dispositionen geprägt, sondern auch von unserer Erziehung, den Werten und moralischen Kategorien, die uns vermittelt wurden, und der Wechselwirkung mit anderen Gehirnen. Das Gehirn ist ein soziales Organ – man kann es nicht isoliert von der Umwelt verstehen.“ So formuliert der Neurophysiologe und Hirnforscher Wolf Joachim Singer die wissenschaftlich belegte Realität.

Thomas von Aquin kam ohne moderne Wissenschaft vor 800 Jahren zur gleichen Erkenntnis: „Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung, und sie gedeiht mit der Freude am Leben.“ Einer der Väter unserer naturwissenschaftlichen Medizin, Rudolf Virchow, postulierte: Die Zelle ist ein autonomes Subjekt, eingebunden in einen „republikanischen Zellenstaat“. So wie die einzelne Zelle als selbstständiges Individuum für den gesamten Organismus tätig sei, müsse auch der einzelne Bürger in seinem Verhältnis zum Gemeinwesen gesehen werden. Der Pathologe sah individuelle Krankheit mit den Lebensbedingungen, dem Bildungsangebot, den Wohnverhältnissen und der sozialen Kultur der Gesellschaft verknüpft. Politik sei Medizin im Großen.

Die Organisationsforschung beschreibt heute Soziale Systeme als ganzheitlichen Organismus. Der frühere McKinsey Berater Frederic Laloux erläutert jetzt mit seinem Buch „Reinventing Organisations“, wie wirkungssichere, beseelte und sinnvolle Unternehmen oder Organisationen besser produzieren und erfolgreicher sind. Es ist eine hoffnungsvolle Botschaft über neue Führungskulturen in Produktionsbetrieben, gemeinnützigen Organisationen, Schulen, Krankenhäusern oder Gemeindeverwaltungen.

Individuelle Autonomie und Selbstorganisation ersetzen künftig Macht und Hierarchie. Räderwerke werden durch Netzwerke abgelöst. Gemeinschaft erreicht mehr Erfolg als Rivalität. Management und Führung erheben Sinn zum Leitstern. Organisationen und Fabriken werden als lebende Organismen und lebendige Systeme gestaltet. Kreative Veränderung und organisches Wachsen sind dabei selbstverständlich. Kooperation statt Konkurrenz bestimmt Verhalten und Verhältnisse. Das Wir regiert, das Ich ist Teil einer Wertegemeinschaft. Medizin sei eine soziale Errungenschaft, lehrt der Mediziner und Bioethiker Giovanni Maio: „Es gilt, sich kollektiv für die Bewahrung des sozialen Gehalts der Medizin einzusetzen, weil wir nur so erreichen können, dass der kranke Mensch dem System Medizin Vertrauen Schenken kann.“ Das Gesundheitswesen sei kein Wirtschaftsbetrieb.

Gesundheit wird von den Menschen selbst geschaffen

„Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben. Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selbst und für andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selber Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen. Füreinander Sorge zu tragen, Ganzheitlichkeit und ökologisches Denken sind Kernelemente bei der Entwicklung von Strategien zur Gesundheitsförderung.“ Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Jahr 1986 mit der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung eine grundlegende Neuorientierung von Medizin und Gesundheitsversorgung beschlossen.

Die künftige Medizin sieht den Menschen ganz, mit seinen körperlichen, seelischen und sozialen Bezügen. Sie nimmt Abschied vom Maschinenbild des Lebens und vom Reparaturdenken für defekte Zellen und Organe. Die Vorstellung von Körper-Maschinen und Gesundheitsfabriken entspricht nicht nur einer veralteten Organisationslogik sondern auch einer Naturwissenschaft der Vergangenheit. Moderne Heilkunst denkt und handelt in vernetzten Systemen. Sie sieht genetische Vorgaben, die Biographie von Personen und die soziale Kultur miteinander verwoben.

Gegenwärtig erarbeitet die Medizin eine Relativitätstheorie im Umgang mit ihren Objekten. Eine neue Theorie für den Organismus als lebendes System im sozialen Kontext entsteht. Beziehungsbereitschaft und Beziehungsfähigkeit sind bestimmende Faktoren für die Leistung des Arztes. Er braucht die Fähigkeit, seinen Patienten Geborgenheit, Vertrauen und Sicherheit zu geben und er muss neue Gleichgewichte im Wechselverhältnis von Körper, Person und sozialer Gemeinschaft herstellen. Medizin und Pflege ermuntert den einzelnen Menschen, möglichst selbstbestimmt und selbstverantwortlich mit seiner Lage fertigzuwerden.

Nach dem Zeitalter der mechanistischen Weltsicht kommt die Zeit der globalen Kommunikation und Kooperation. Die Kommunikationstechnologie wirkt wie ein soziales Nervensystem und das individuelle Gehirn als Sozialorgan wird durch globale Gehirnkulturen ergänzt. Gemeinsame Handlungsnetze ohne Hierarchie und Machtstrukturen breiten sich aus. Die Fähigkeit der Menschen zur produktiven Selbstorganisation nimmt zu. Die Wir-Kultur kann sich technologisch gestärkt gegen die Egomanie der Herrschenden durchsetzen. Gesundheit wird so zum Maßstab für eine gesellschaftliche Entwicklung, die den Zusammenhalt und die Mitmenschlichkeit fördert und Inklusion statt Ausgrenzung organisiert.

Aufbruch zu einer Neuen Medizin

Kanzler Bismarck antwortete im Jahr 1883 mit der gesetzlichen Krankenversicherung konstruktiv auf die soziale Frage. Sein Konzept einer Verknüpfung von individuellem Wohl und allgemeinem Wohlbefinden hat damals Land und Gesellschaft zusammengeführt. Das Prinzip der solidarischen Hilfe aus der Gemeinschaft für den einzelnen Bürger regenerierte und stärkte das soziale Bindegewebe.

Die Soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland wuchs ebenso auf dem Fundament sozialer Integration. Die Vision eines solidarischen Zusammenhaltes in der Bevölkerung motivierte zum Wirtschaftswunder. Das Gesundheitssystem war für Ludwig Erhard noch Voraussetzung und nicht Abfallprodukt einer erfolgreichen Volkswirtschaft. „Wohlstand für Alle“, die Vision Ludwig Erhards, kann jetzt als „Gesundheit für Alle“, die Vision der WHO, erweitert werden. Die Reanimation des Sozialen und die Reorganisation des bestehenden Gesundheitssystems erreicht mehr Fortschritt als die politische Spaltung der Gesellschaft. Wollen wir also individualisierte Profite oder sozialen Gewinn im Gesundheitswesen? Ich plädiere dafür, das Gesundheitssystem als soziales Projekt zu definieren und eine bewusst gestaltete „Non-Profit-Gesundheitswirtschaft“ anzustreben. Wettbewerb um Leistung der Heilkunst soll sein, nicht aber Wettbewerb um möglichst lukrative Profitraten.

Die Subsidiarität aus der katholischen Soziallehre achtet den Wert der Selbstbestimmung und die Solidarität der Arbeiterbewegung praktiziert Nächstenliebe. Das Ziel heißt also: Wie können wir im Gesundheitssystem den sozialen Gewinn und den individuellen Nutzen optimieren und fachkundige Produktivität mit haushälterischem Mitteleinsatz verbinden? Die Aufgabe eines sozialen Gesundheitssystems ist es, preiswerte Heilkunst und kostengünstige Gesundheit für Alle zu sichern.

Zukunft für Deutschland wird mit einer sozialökologischen und sozialökonomischen Heilkultur im Dienste aller Bürgerinnen und Bürger gewonnen: Die Herausforderung heißt „Soziale Gesundheitswirtschaft“ oder „Gesunde Marktwirtschaft“: die vielfältigen Ich`s verbünden sich zu einem lebendigen Wir. Wir in Deutschland können individuelle Freiheit mit einer Kultur sozialer Verantwortlichkeit und das Wohl des Einzelnen mit dem Wohl der ganzen Gesellschaft verbinden. Die Gesundheitswirtschaft als politisch gesetzte Gemeinwohlökonomie befreit sich von der Verzweckung des Geldes und wird zur Quelle für gesellschaftliches Wachstum und gemeinschaftliches Wohlbefinden. Der Einsatz für eine beherzte wie beseelte Wir-Kultur überwindet die German Angst. Ein entsprechend gestaltetes Gesundheitswesen würde als gesellschaftliches Yin oder altruistische Kraft wirksam. Das kann die Wunden heilen, die das Yang oder der Egoismus einer kapitalistischen Wirtschaft schlägt.

Link zur Zeitschrift „Die Gazette“

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